Viele bunte Luftballons am Himmel

Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende

Zahlreiche Veranstaltungen in NRW

Seit einigen Jahren sterben wieder mehr Menschen infolge ihres Drogenkonsums. 2018 waren es in NRW 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Daran soll der Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am 21. Juli erinnern. Zu diesem Anlass fordert die Aidshilfe NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, eine bessere finanzielle Ausstattung von örtlichen Präventions-Projekten der Sucht- und Drogenhilfe.

Noch viel Luft nach oben

„Was Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und zur Schadensminimierung für Drogengebrauchende in NRW angeht, ist noch viel Luft nach oben“, erklärt Patrik Maas, Landesgeschäftsführer der Aidshilfe NRW. „Zwar sind wir Spitzenreiter, was die Abdeckung mit Spritzenautomaten angeht, doch auch in der Hinsicht gibt es noch einige weiße Flecken auf der Landkarte. Das gleiche gilt für Drogenkonsumräume, die derzeit nur an zehn Standorten betrieben werden, und das mit meist ausbaufähigen Konsumplätzen und Öffnungszeiten. Andere Maßnahmen, wie etwa Drug Checking, das aktuell in Berlin in den Startlöchern steht, werden in NRW gar nicht erst diskutiert. Für diese und weitere Angebote, die Infektionskrankheiten, Überdosierungen und weitere mögliche Folgeschäden des Konsums verhindern können, bedarf es politischen Willens und ausreichender Finanzierung“, so Maas. Gesundheit und Überleben gebe es nicht zum Nulltarif.

Veranstaltungen in vielen NRW-Städten

Seit 1998 wird der 21. Juli als Protest-, Aktions- und Trauertag begangen, um dem Gedenken an die vielen Drogentoten sowie den Gründen und Umständen, die zu ihrem Sterben geführt haben, öffentlich und mit medialer Beachtung Ausdruck zu verleihen. Über 150 Organisationen in mehr als 60 deutschen Städten beteiligen sich inzwischen mit Mahnwachen, Trauerfeiern, Musik- und Fachveranstaltungen sowie zusätzlichen Serviceangeboten. Auch in diesem Jahr finden in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Veranstaltungen statt, unter anderem in Ahlen, Bonn, Duisburg, Düsseldorf, Emsdetten, Essen, Gütersloh, Hagen, Köln, Rheine, Unna und Wuppertal. Eine Übersicht über diese Veranstaltungen gibt es auf der Internetseite der Aidshilfe NRW.



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