Drei Personen, die versuchen ein Bus zu schieben

20 Jahre Selbsthilfe-Kontaktstelle Düren

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen in Düren kann in diesem Jahr auf 20 bewegte Jahre zurück blicken. Sie wurde eingerichtet, um den kleineren örtlichen, selbst organisierten Gruppen von Betroffenen professionelle Unterstützung zu geben und Menschen, die eine Gruppe für ein sie bewegendes Thema suchten, den Weg zu weisen. Im Jahr 2002 wurde aus dem bis dahin spärlich besetzten "Selbsthilfezentrum" eine vom Verband der Krankenkassen anerkannte Selbsthilfe-Kontaktstelle mit einer Vollzeitstelle für eine Fachkraft und einer Sachbearbeitung. Seither kann die Kontaktstelle auf viele Gruppengründungen und Gruppenauflösungen zurückblicken, denn Selbsthilfe orientiert sich an den aktuell brennenden Themen.

Viele gemeinsame Events und Fortbildungsveranstaltungen organisierte die Kontaktstelle für die engagierten Gruppensprecherinnen und -sprecher und stärkte damit ihren Zusammenhalt und ihre Motivation. Ein Highlight war sicherlich die im Jubiläumsjahr unternommene Berlinfahrt zum Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/ Die Grünen, Oliver Krischer.

Am 24. Mai 2019 fand eine Jubiläumsfeier statt, bei der die stellv. Landrätin Astrid Hohn und die stellv. Bürgermeisterin Liesel Koschorreck ihre Anerkennung und ihren Dank für die engagierte Arbeit aussprachen.

Auf dem "Baum der guten Wünsche" (siehe Bild) landeten viele Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher der Jubiläumsveranstaltung.

 

 

 

 

Viele gute Wünsche auf den Äpfeln eines Baumes
Die guten Wünsche der Besucherinnen und Besucher des Jubiläums

Mitgliederversammlung 2018

 Feierliche Ehrung von Herrn Mack und Herrn Prümm

Bei der Mitgliederversammlung im Oktober 2018 stand die turnusmäßige Neuwahl von 3 Vorstandsmitgliedern auf dem Programm. Während Frau Monika Fuchs vom Verein Wellenbrecher e.V. für eine weitere Amtszeit kandidierte, hatten Herr Ulrich Mack vom Verein Die Kette e.V. und Herr Wolfgang Prümm von der Lebenshilfe e.V. schon frühzeitig erklärt, dass sie sich aus der Vorstandsarbeit zurückziehen möchten.

Herr Mack gehörte 20 Jahre dem Vorstand des Paritätischen Düren an, Herr Prümm 16 Jahre!

Für dieses außerordentliche, langjährige ehrenamtliche Engagement wurde ihnen auf der Mitgliederversammlung die goldene und die silberne Ehrennadel des Paritätischen durch Herrn Jürgen Wittmer vom Landesvorstand des Paritätischen NRW feierlich überreicht.

Frau Helga Conzen, stellvertretende Landrätin des Kreises Düren sprach eindrucksvolle Dankes- und Grußworte.

Musikalisch stimmungsvoll begleitet wurde die Veranstaltung von der Dürener Sängerin Ina Hagenau.

Nach dem ofiziellen Teil erfreuten sich die Gäste am kulinarischen Finger-food-Buffet der Rurtalwerkstätten und nutzten die Zeit zum Austausch.

 

 

 

Verleihung Ehrennadeln
Herr Wittmer vom Landesvorstand des Paritätischen überreicht die Ehrenurkunden an Herrn Mack und Herrn Prümm
K. Fuss
Festrede der stellv. Landrätin Conzen

Veranstaltung Menschenrechte am 21. Juni 2018

Vor genau 70 Jahren wurde die UN Menschenrechtskonvention verabschiedet. Ein guter Grund für den Paritätischen Wohlfahrtsverband sich dem Thema Menschenrechte zu widmen. Sind die 30 Artikel der Menschenrechtskonvention in Deutschland umgesetzt oder gibt es Menschen, die sich in ihren Menschenrechten beschnitten fühlen?

Um dies zu erkunden, lud die Kreisgruppe des Paritätischen Düren in Kooperation mit dem Forum Politik am 21. 06. zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung unter dem Titel
„Menschenrechte- Kompass für soziale Arbeit und Politik“ ein.

Zunächst führte Bernd Hoeber, Fachreferent aus dem Landesverband NRW des Paritätischen mit einem interessanten Vortrag in das Thema ein. Er ging dabei auf die Wurzeln der Menschenrechtsidee in verschiedenen Kulturen und Religionen ein und verdeutlichte die Wichtigkeit der Menschenrechte als Grundeinstellung für alle Menschen, die im sozialen Bereich tätig sind. Im Anschluss hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich in Diskussionsgruppen zu den Themen Armut, Gewalt, Inklusion und Asyl auszutauschen.
Zum Thema Armut gab Frau Dagmar Becker, Schuldenberaterin der evangelischen Gemeinde und Mitglied in der regionalen Armutskonferenz ein Statement zum Anstoß der Diskussion ab, die sich anschließend um das Bild armer Menschen in der Öffentlichkeit, nicht ausreichender Mindestlohn und die Anrechnung des Kindergeldes auf den Arbeitslosengeld II-Bezug drehte. Auch die geringe Entlohnung im Pflegebereich, die in die Altersarmut führt und die Stromsperre bei säumigen
Zahlern kam zur Sprache.
Zum Thema Gewalt diskutierte Paskal Laskaris, Sprecher des Weissen Ring e.V. und Mitglied im Ausschuss für Soziales, Wohnen und Inklusion der Stadt Düren mit den Interessierten. Ergebnis war hier, dass die Vermittlung von Respekt an unsere Kinder und Jugendlichen die wichtigste Maßnahme der Gewaltprävention ist.
Die Probleme von Menschen mit Behinderungen verdeutlichte Frau Birgit Kalwitz, Sprecherin in der Deutschen Gesellschaft für Muskelerkrankte e.V. und Mitglied des Inklusionsbeirates der Stadt Düren: es gibt immer noch zu viele Barrieren, die das Recht auf Teilhabe einschränken. Besonders Architekten würden die Thematik bei ihren Bauvorhaben oft nicht berücksichtigen. Das Recht auf Arbeit sei ebenfalls für Menschen mit Behinderungen nicht umgesetzt, vor allem auf dem freien Arbeitsmarkt. Obwohl es große finanzielle Unterstützung zur individuellen Einrichtung eines behindertengerechten Arbeitsplatzes gibt, überwiegt die Furcht vor Fehlzeiten durch Krankheit.
Zur Situation von Menschen mit Fluchterfahrung wurde mit Frank Kress aus dem Zentrum für Migrations- und Asylberatung der Evangelischen Gemeinde diskutiert. Menschen, die aufgrund von Menschenrechtsverletzungen aus ihrer Heimat geflüchtet sind, müssen auch hier Einschränkungen in ihren Menschenrechten erfahren. Dies gilt insbesondere auf die Rechte auf Arbeit, Freizügigkeit, Teilhabe, Schutz der Familie und das Verbot der Diskriminierung. Die teilnehmenden Fachleute aus der sozialen Arbeit waren sich darüber einig, dass vor allem junge Geflüchtete rechtlos sind.

Zu allen Themen wurde lebhaft diskutiert, wobei nicht nur die Defizite in den Blick genommen wurden, sondern auch die persönlichen Handlungsmöglichkeiten:
Unterstützung und Stärkung der Betroffenen und die Einbeziehung der Öffentlichkeit!

Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Düren


 Die nächste Kreismitgliederversammlung findet statt am Dienstag, den 10.09.2019 um 18.00 Uhr.


Wir haben bei der Versammlung die Gelegenheit, mehr über MigrantInnen-Selbstorganisationen (MSO) zu erfahren. Für viele MSO ist es interessant, Mitglied im Paritätischen zu werden.


Radiosendung des Paritätischen Kreisgruppe Düren


am 20. Februar 2019 hatte die Kreisgruppe die Gelegenheit, den Paritätischen mit seinen Aufgaben und Zielsetzungen und die Vielfalt seiner Mitgliedsorganisationen in einer Radiosendung des Ersten Dürener Rundfunkvereins e.V. zu präsentieren.

Vorsitz im Inklusionsbeirat der Stadt Düren


Die Geschäftsführerin der Kreisgruppe Düren engagiert sich als Vorsitzende des Inklusionsbeirates der Stadt Düren für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in unserer Stadt.

Ein wichtiges Ziel dieser Arbeit ist es, noch bestehende Barrieren aufzulisten und kontinuierlich abzubauen. Dies könnte mithilfe eines "Inklusionsplans" systematisch geschehen und würde viele Betroffene und Entscheider in den Prozess mit einbinden.

Um mehr Aufmerksamkeit für das Thema Inklusion zu erlangen, hat der Inklusionsbeirat im September 2018 mit einem Stand beim Dürener Stadfest teilgenommen und viele Menschen erreichen können.